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Raths-Keller Rehburg
Öffnungszeiten:
Mo.+Mi.+Do.+Fr.+Sa. 17-24 Uhr
So.+Feiertags 12.30-24 Uhr
Di. Ruhetag
Heidtorstr. 1, 31547 Rehburg-Loccum, Tel./Fax: 05037-969360
P Hauseigener Parkplatz
Letzte Aktualisierung des Inhalts: 11.12.2008
Der Raths-Keller wurde als Gaststätte und Stadtverwaltung nach Plänen des Architekten und Zimmermeisters Wilhelm Meßwarb und dem Baumeister Dökel im Jahre 1870 erbaut. Ebenfalls nach Plänen Meßwarbs wurde die Bauschule/Rathaussaal im Jahre 1899 hinzugefügt. 1910 erhielt der Raths-Keller als besonderen Schmuck den Eingangsvorbau in Eichenholz, von den Schülern der Bauschule in alter Zimmermannskunst errichtet. Raths-Keller und Rathaussaal (Bürgersaal) wurden 1983 renoviert.
Die städtische bautechnische Winterschule, die am 01. Juli 1900 gegründet wurde, hatte als Lernziel die Vermittlung der von Bauhandwerkern bei Ablegung der Meisterprüfung zu fordernden technischen und geschäftlichen Kenntnisse. Die Schule wurde als "Meisterschule des deutschen Handwerks" anerkannt.
Sie haben die Prüfung bestanden! Junge Handwerksmeister rüsten sich zur Siegesfeier vor der Bauschule. Im Festzug marschierte man vom Bahnhof, vorweg die Feuerwehrkapelle, zum Meerbach, um dort die Reißschiene zu versenken. Die Schüler trugen Halbcouleur und hatten auch eine Altherrenvereinigung.
Direkt gegenüber dem Raths-Keller steht die Reheburgk. Das 1984 sanierte und erweiterte Rathaus der Stadt Rehburg-Loccum bezieht als baulichen Ausgangspunkt den alten Amtshof mit ein, der 1745 auf den Mauern der alten Reheburgk errichtet wurde.
Die Reheburgk wurde im 12. Jahrhundert als Schutz- und Trutzburg gegen die Herrscher von Schaumburg und Hoya sowie gegen den Bischof von Minden von dem Welfen, Heinrich dem Löwen (1129-1195) errichtet. Das Herrenhaus wurde im Jahre 1359 zu einem Schloss umgebaut. 1551 wurde es im westlichen Bereich durch Feuer zerstört. Nach einem weiteren Brand im Jahre 1687 wurde 1745 auf den alten Mauern der Burg ein Amtshofgebäude errichtet. Bis 1859 war das Gebäude Drostei und Amtssitz, danach beherbergte es die Oberförsterei und das Forstamt.
Seit 1969 war das Gebäude dann Verwaltungsgebäude der Samtgemeinde Rehburg, seit der Gebietsreform im Jahre 1974 ist es das Rathaus der Stadt Rehburg-Loccum.
Die evangelisch-lutherische St. Martini-Kirche zu Stadt Rehburg, benannt nach dem Reformator Martin Luther, wurde 1748 anstelle einer ehemaligen Holzkirche erbaut. Die Kirchturmspitze errichtete 1585 Gerhard Bekemann auf den Sandsteinquadern des alten Wehrturms.
Der Feuerwehrturm ist das Wahrzeichen Rehburgs seit der Jahrhundertwende. Er entstand 1908 nach Plänen des Architekten und Rehburger Bürgermeisters Wilhelm Meßwarb. Der Feuerwehrturm ist einer von Meßwarbs typischen Bauten. Der Architekt verwendete überwiegend Sandstein, Backstein und Holz. So auch beim Feuerwehrturm. Später wurde ein Feuerwehrgerätehaus an den Turm angebaut, welches 1969 abbrannte. Der Feuerwehrturm wurde zuletzt 1987 renoviert.